Neuigkeiten von der Farm

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Kinderfarm nutzt Zwangspause für Geländeumgestaltung

Spielstationen sollen zu Bewegung und Kreativität anregen

Die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm ist eine Mischung aus Kinderbauernhof und Abenteuerspielplatz. Das einen Hektar große Freigelände auf dem Offenbacher Buchhügel lockt normalerweise hunderte Kinder und deren Familien ins Freie und bietet sich als Tummelplatz und Spielort an. Doch auch hier bleiben die Tore momentan geschlossen. Die Auflagen zum Schutz vor der Coronapandemie erlauben derzeit keine Öffnung des gesamten Geländes. Bei den Verordnungen sind solche Spiel- und Lernorte schlicht als „Freizeitaktivität“ eingestuft und können damit nicht öffnen. Im letzten Jahr war ab Mitte Mai eine Öffnung des Farmbetriebs mit speziellen Hygienekonzept und Besucherdatenerfassung zur möglichen Kontaktnachverfolgung möglich. Der Trägerverein hofft, dass auch im Frühsommer 2021 eine solche Öffnung wieder erlaubt werden kann. Für die nächsten Wochen machen nicht zuletzt die steigenden Inzidenzzahlen den Öffnungsträumen einen Strich durch die Rechnung. Auch die Planungen für die Osterferien wurden jetzt, schweren Herzens, fallen gelassen und das Gelände bleibt vorerst geschlossen. Eigentlich sollte es bereits Anfang März mit der Farmsaison 2021 wieder los gehen.

 

Doch der Verein und das pädagogische Team sind nicht untätig: Schon im letzten Jahr machte man sich auf um in einem größeren Konzeptentwicklungsprozess neue Ideen und Perspektiven zur pädagogischen Arbeit zu entwickeln und zu diskutieren. Erste Bausteine aus der neuen Konzeption werden jetzt umgesetzt. Dazu zählt eine größer angelegte Umgestaltung des Farmgeländes: Auf dem gesamten Gelände verteilt werden naturnahe Spielstationen installiert. Die, meist selbsterklärenden, Stationen sollen gezielt Bewegung, Sinneswahrnehmung und Kreativität der Kinder anregen.

 

Gerade nach der langen Zeit der Pandemie setzt der Verein auf verstärkte Förderung von Bewegung und freiem Spiel an der frischen Luft. Viele Kinder konnten durch Homeschooling und Lockdown nur eingeschränkt oder gar nicht an Sportangeboten teilhaben. Die Folgen für die Gesundheit, Psyche und Motorik der Kinder sind noch gar nicht absehbar. Hier will der Farmverein mit seinen Spielangeboten helfen. So entsteht z.B. aus naturbelassenen Baumstämmen ein Balancierparcours. Ein Balancierpfad aus Slacklines hat sich bereits im Sommer 2020 großer Beliebtheit erfreut und wird auch wieder aufgebaut. Neu geschaffen werden eine Pflasterbaustelle, ein Barfußpfad und ein Matschbereich. Ebenso geplant sind eine Kindermatschküche, eine flexible Murmelbahn und ein Klangspiel. Neu ist auch eine Außenwerkstatt für kleine Werk- und Bastelarbeiten. Bereits in den letzten Tagen fertiggestellt wurde ein großes Holztipi, das später auch für Kindergruppen als Treffpunkt und Aufenthaltsort genutzt werden kann. In einer großen Naturbaustelle sollen Kinder mit Naturmaterialien kreativ gestalten und bauen können. Hierzu freut sich der Farmverein auch über Spenden von Naturmaterial wie Tannenzapfen, Korken oder Bambusstangen. Auch Ziegelsteine, Pflastersteine und Baumscheiben werden gesucht. Daneben locken die bewährten Farmbereiche mit großem Farmgarten mit Hochbeeten, Tierbereich mit Schafen und Hühnern sowie der Bolzplatz, Sandkasten und Lagerfeuerstelle mit Steinbackofen auf das Farmgelände. Für die Kaninchen und Meerschweinchen wird gerade ein neues Außengehege errichtet, so dass sie noch besser beobachtet werden können.

 

Da aufgrund der Pandemie schon in 2020 sämtliche großen Feste des Vereins sowie zahlreiche Vermietungen für Kindergeburtstage und Klassenfeste ausfallen mussten, fehlen dem Trägerverein auch fest eingeplante Einnahmen. Der Bau der neuen Stationen erfordert zusätzliche Finanzmittel für Baumaterial und Manpower. Der gemeinnütze Verein Kinder- und Jugendfarm freut sich deshalb über Geldspenden oder z.B. Unternehmen, die mit einer größeren Spende die Patenschaft für eine Station übernehmen wollen.

(Stand: 22.03.2021)

Download
Planung der neuen Spielflächen:
Neue Spielflächen KJF 2021.pdf
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Blühende Beete dank Nothilfe-Wettbewerb

Mit ihrem Nothilfe-Wettbewerb „Heimat vereint – wir helfen!“ haben die Energieversorgung Offenbach (EVO) und die Offenbach-Post (OP) in dieser schwierigen Zeit Vereine und Institutionen finanziell unterstützen wollen. Einer der Gewinner: die Offenbacher Kinder- und Jugendfarm, die für zwei Monate in diesem Frühjahr ihren Betrieb vollständig einstellen musste. „In dieser Zeit sind viele Einnahmequellen wie unser Frühlingsfest oder die Vermietung unseres Geländes für Feiern weggefallen“, berichtet Simon Isser, Vorstandsmitglied der Kinder- und Jugendfarm. „Die Unterstützung der EVO und der OP ist genau zur richtigen Zeit gekommen und hat uns sehr helfen können.“

 

Seit Mitte Mai dieses Jahres ist das Außengelände der Kinder- und Jugendfarm an der Buchhügelallee wieder eingeschränkt für kleine und große Besucher geöffnet. „Es ist ein wichtiger Ort, an dem sich die Stadtkinder in einer naturnahen Umgebung frei und ungezwungen bewegen und entfalten können – wir sind sehr froh darüber, dass dies weiterhin möglich ist“, sagte EVO-Vorstandsvorsitzender Dr. Christoph Meier bei einem gestrigen Besuch des Farmgeländes.

 

Seinen Worten zufolge ist die finanzielle Unterstützung zahlreichen Vereinsprojekten wie der Gestaltung und Pflege der Hochbeete zu Gute gekommen, so dass diese auch in diesem Jahr fortgeführt werden konnten. „Mit unserem Wettbewerb wollten wir die Vereine unterstützen und zugleich ein Zeichen setzen, dass sie in der aktuellen Lage nicht allein sind, sondern mit uns starke Partner an ihrer Seite haben“, führte Dr. Meier weiter aus.

 

 

Noch bis Ende November können sich Vereine und Institutionen aus Stadt und Kreis Offenbach an dem Sponsoring-Wettbewerb „Mit Hand und Herz für Dein Projekt!“ teilnehmen. EVO und OP fördern gemeinsam die Gewinner-Projekte mit insgesamt 25.000 Euro. Bewerben können sich alle Interessierten an unter www.evo-ag.de/mit-hand-und-herz.

 

(Text und Bild: EVO AG, Offenbach am Main)